Kopi Luwak

Auch Katzenkaffee genannt. Indonesische Bezeichnung für Kaffee aus Rohkaffeebohnen, die von Einheimischen aus den Exkrementen der Fleckenmusangs, einer Schleichkatzenart, herausgepickt werden. Der Fleckenmusang frisst in freier Wildbahn die reifen Kirschen wild wachsender Kaffeesträucher. Im Darm werden diese Kirschen dann durch Enzyme fermentiert, was den ausgeschiedenen Kernen angeblich sein einzigartiges und wertvolles Aroma gibt. Kaffeefreaks zahlen für den Kopi Luwak sehr viel Geld. Ob die Bohnen überhaupt im Darm der Schleichkatze waren, kann nur ein Spezialist mit dem Mikroskop oder mit dem Aromaprofil einer gaschromatografischen Analyse erkennen. Die Qualität des Kaffees ist nicht konstant, sie hängt von der Art der gefressenen Wildkirsche ab, von der Zeit, die sie in den Exkrementen gelegen hat, vom Niederschlag und der Trocknung. Aufgrund des großen Kopi Luwak-Hypes werden Schleichkatzen mittlerweile in Indonesien, Vietnam und auf den Philippinen in Gefangengeschaft gehalten und mit Kaffeekirschen gefüttert. Von deutschen Wissenschaftlern wurde 1996 eine synthetische Lösung patentiert. Der berühmte deutsche Zoologe Alfred Brehm hat bereits 1883 den Kopi Luwak beschrieben. Im Van Dyck arbeiten wir seit drei Jahren fieberhaft an einer eigenen Variante mit unserer Hauskatze.