Dosierung

Bei der Kaffeezubereitung ist die Menge des Kaffeemehls sehr wichtig. Schon kleine Abweichungen von weniger als einem Gramm können den Geschmack erheblich verändern. Bei einem einzelnen Espresso geht man von 7 bis 10 Gramm Kaffeemehl aus, bei einem doppelten von 13 bis 19 Gramm. Viele Hersteller von professionellen Siebträgermaschinen konstruieren die doppelten Siebträger so, dass sie bis zum Rand mit Kaffeemehl gefüllt, aber noch nicht getampt, genau 16 Gramm enthalten. Dies erleichtert die Zubereitung, da man mit einem geübten Auge nicht jede Dosis abwiegen muss sondern auch „nach Sicht“ arbeiten kann. Bei der Zubereitung von Filter- oder Brühkaffee gibt es keine so einfache Faustregel. Filtermaschine, Handfilter, French Press, Rundfilter, Karlsbader Kanne etc. … die Geräte sind dafür einfach zu unterschiedlich. Man sollte zur Orientierung von ungefähr 6 Gramm pro Tasse ausgehen. Entscheidend ist allerdings, wie man den Kaffee gerne trinkt. Schwach, stark, extrastark? Beim Ausprobieren von neuen Kaffeesorten sollte man bei der Dosierung des vorangegangenen Kaffees bleiben, um eine Vergleichsgrundlage zu haben. Dann kann man sich mit Abweichungen nach oben oder unten auf das persönlich perfekte Ergebnis hinarbeiten. Auch hier erzielt man schon mit geringem Plus oder Minus erhebliche Geschmacksunterschiede. Probieren Sie mal den Van Dyck „Rosso“, einen reinsortigen Arabica aus Äthiopien, mit verschiedenen Dosierungen und Zubereitungstechniken. Sie werden staunen, wie unterschiedlich die gleiche Bohne schmecken kann.