Crema

Ob beim Hobbybarista oder in der Profigastronomie: Jeder perfekte Shot Espresso sollte von einer haselnussbraunen, dickflüssigen Schicht gekrönt sein, der sogenannten Crema. Sie entsteht wie beim Guinness-Bier in zwei bis drei Sekunden nach der Zubereitung. (Unbedingt mal einen Espresso aus dem Siebträger in ein Glas laufen lassen und dabei zuschauen!). Die Maserung wie bei einem Leopardenfell, italienisch: tigratura, ist keinesfalls „Dreck“ auf der Crema sondern bestätigt die perfekte Ausführung. Eine gelungene stabile Crema besteht auch den Zuckertest bzw. die „Inselprobe“: Streue ich Zucker auf den Espresso, bleibt dieser zunächst auf der Crema liegen und sinkt erst später langsam zu Boden. Anschließend schließt sich die Crema wieder. Eine dicke und dunkelbraune Crema ist meist ein Anzeichen für einen hohen Robustaanteil im Espresso – kann man gerne mit dem Van Dyck „Ehrenfelder“ ausprobieren.